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DFG-VK Regionalgruppe Karlsruhe

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Allgemein

12. Januar 2026

Vaterlandsverrat oder Friedenstat?

Montag 2. Februar 19:00 Uhr:
Deserteure – Lese-tour mit Rolf Cantzen:
Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht

Kinemathek Karlsruhe (Kaiserpassage 6) Eintritt frei

Deserteure wollen nicht töten, sie wollen nicht sterben: Sie verweigern sich dem Krieg. Rolf Cantzen zeigt, wie der Wille zum Überleben und die Kraft des Gewissens zu extremen Entscheidungen führen können und wie militärische Repressionsapparate das zu verhindern suchen.

Desertieren – ein mutiger Akt des Widerstandes oder ein Verrat an der Gemeinschaft? In Kriegen gelten Deserteure oft als „Kameradenschweine“ oder Drückeberger, Menschen, die sich ihrer Pflicht entziehen. Doch was treibt jemanden dazu, den Dienst an der Waffe zu verweigern, Staat und Armee die Loyalität aufzukündigen und zu fliehen? Welche religiösen Überzeugungen und politischen oder humanistischen Ideale sind dafür ausschlaggebend, welche Rolle spielt die spontane Selbstermächtigung, einfach nicht mehr mitzumachen?

Die Konsequenzen, die Deserteure für ihre Entscheidung zu erwarten haben, sind in der Regel drastisch: Gesellschaftliche Ächtung, aber auch Haftstrafen und Todesurteile drohen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben Deserteure hierzulande noch lange stigmatisiert, ihre Richter und Ankläger konnten hingegen ihre Karrieren in Justiz und Politik fortsetzen. Erst im Jahr 2009 wurden die Urteile aus der NS-Zeit gegen die Desertierten vollständig aufgehoben.

Rolf Cantzen widmet sich in seinem Buch den Entscheidungen, die hinter einer Desertion stehen, sowie den Reaktionen der Obrigkeit: Dabei spannt er einen weiten historischen Bogen vom römischen Reich über die NS-Zeit bis zum Ukraine-Krieg.

Rolf Cantzen, geboren 1955 im Emsland, studierte in Hannover und Berlin Politikwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Soziologie. Er hat mehrere Sachbücher, Romane und Erzählungen veröffentlicht und zahlreiche Rundfunkfeatures geschrieben. 2024 bekam er den Alternativen Medienpreis in der Kategorie Geschichte für die „Lange Nacht der Deserteure“.
Sein Buch „Deserteure – Die Geschichte von Gewissen, Widerstand und Flucht.“ ist
2025 im zu Klampen Verlag erschienen. Es kostet 24 €.

Eine Veranstaltung mit Connection-eV:
Connection e.V. setzt sich für ein umfassendes Recht auf Kriegsdienstverweigerung ein. Wir
unterstützen verfolgte Verweiger:innen in Zusammenarbeit mit Gruppen und Organisationen,
die sich in ihren Ländern gegen Krieg, Militär und Wehrpflicht engagieren. Die prekäre Situation im Herkunftsland zwingt viele zur Flucht. Dies wird jedoch zumeist nicht als Asylgrund anerkannt. Wir bieten ihnen Beratung und Unterstützung an, damit sie den notwendigen Schutz erhalten. Zudem fördern wir die Selbstorganisation von Flüchtlingen.
https://de.connection-ev.org/


Kategorie: Allgemein

28. Dezember 2025

Fünf Jahre Atomwaffenverbotsvertrag – 23. Januar 2026 Kinemathek Karlsruhe 19:00 Uhr – Film und Vortrag

Mehr als acht Jahrzehnte ist es her, dass Hiroshima und Nagasaki durch Atombomben zerstört wurden. Die Gefahr bleibt. Wir sind heute mit einer Welt konfrontiert, in der neun Staaten über 12.000 nukleare Waffen besitzen und viele dieser Waffen sind bis zu 20 Mal stärker als die Bombe, die von den USA über Hiroshima gezündet wurde. Ausführliche Infos hier: https://www.icanw.de/fakten/weltweite-atomwaffen/

Vor fünf Jahren trat der Atomwaffenverbotsvertrag am 22. Januar 2021 in Kraft und seither sind Atomwaffen völkerrechtlich verboten. Wir feierten dies damals mitten in der Pandemie mit einer Streaming Veranstaltung aus der Kinemathek mit Stefan Lau für die DFG-VK Karlsruhe und Stefan Maaß, damals Friedensbeauftragter der evangelischen Landeskirche Baden und vielen Beiträgen. Einem Grußwort von Oberbürgermeister und Mayor for Peace Dr. Frank Mentrup, einem Beitrag des damaligen Landesgeschäftsführers der DFG-VK Baden-Württemberg, des Journalisten Andreas Zumach und musikalischen Beiträgen von Eriko Takezawa-Friedrich und Reinhold Friedrich. Die Aufzeichnung kann noch auf dem you-tube-Kanal der Kinemathek angeschaut werden: https://www.youtube.com/watch?v=lejpKSH8Eqo

23. Januar 2026 zeigen wir in der Kinemathek Karlsruhe um 19:00 Uhr den Dokumentarfilm „The Bomb“ (US 2017). Der Film versetzt die Zuschauer*innen mitten in die Geschichte der Atomwaffe und zeigt die ungeheure Macht von Atomwaffen, ihre ausgeklügelte Technologie, die Raketen und Bomber, die für sie gebaut werden, und die tiefe Todessehnsucht im Herzen dieser Waffen. Die Zuschauer*innen erleben Atomtests und Unfälle ebenso wie den technologischen und kulturellen Einfluss von Nuklearwaffen. Der Film enthält Archivmaterial, Animationen, Text und Musik. Die Bilder und Geschichten sind nicht linear, dafür groß, einprägsam und unentrinnbar. Mehr zum Film hier: https://www.thebombnow.com/

Nach dem Film informiert Stefan Lau von der DFG-VK Karlsruhe über den Atomwaffenverbotsvertrag heute.

Weitere Infos und Tickets hier: https://kinemathek-karlsruhe.de/film/the-bomb/

Kategorie: Allgemein

6. Dezember 2025

Schulstreik gegen Wehrpflicht 5. Dezember 2025 Bundesverfasssungsgericht

Am 5. Dezember gab es in ca. 90 Städten Demonstrationen von Schüler*innen gegen das an diesem Tag im Bundestag beschlossene „Wehrdienstmodernisierungsgesetz“ und die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht. In Karlsruhe beteiligten sich (nach Angaben der Polizei) 700 Menschen. Auch wir waren dabei und dokumentieren hier unsere Rede:

Die Bundesregierung plant eine stufenweise Wiedereinführung der sogenannten „Wehrpflicht“ und der Bundestag hat heute Morgen das Wehrdienstmodernisierungsgesetz beschlossen.

Um dagegen zur protestieren sind wir heute hier vor dem Bundesverfassungsgericht. Der Begriff Wehrpflicht ist verharmlosend. Unser Grundgesetz garantiert: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“ Wir sollten deshalb nicht von Wehrpflicht, sondern von Kriegsdienstzwang sprechen. Wenn ich im weiteren trotzdem manchmal den Begriff Wehrpflicht verwende dann bitte ich das immer mitzudenken, denn der von Politik und Militär vielfach als freiwillig bezeichnete Wehrdienst, ist natürlich nicht freiwillig, wenn man ihn etwas genauer betrachtet:

Der geplante neue Wehrdienst zwingt Männer, die ab dem 1. Januar 2008 geboren sind, eine Fragebogen auszufüllen in die Bereitschaft zu einem Dienst in der Bundeswehr abgefragt wird.

Er zwingt diese jungen Männer zu einer Musterung,

er zwingt alle Wehrpflichtigen, der Wehrüberwachung nachzukommen und sich abzumelden, wenn sie drei und mehr Monate das Land verlassen wollen,

er zwingt alle Wehrpflichtigen dazu, mit dem Zugriff der Bundeswehr auf ihre Daten bei den Einwohnermeldeämtern einverstanden zu sein, weil das Recht auf Widerspruch entfällt, wenn das Wehrdienstmodernisierungsgesetz in Kraft tritt.

er zwingt außerdem die Wehrpflichtigen (das sind Männer von 18-60 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit), der Einberufung zur Bundeswehr nachzukommen, wenn die verteidigungspolitische Lage dies kurzfristig erfordere, wenn die angeblich attraktivitätssteigernden Maßnahmen

(damit ist gemeint: 2600 Euro bei Einstieg in die Bundeswehr, nach 1 Jahr einen Zuschuss zum PKW- oder LKW- Führerschein, angeblich flexible Arbeitszeiten, gute Karrierechancen, sicherer Arbeitsplatz, … )

…, wenn also diese Köder nach Ansicht des für Krieg zuständigen Ministers Pistorius nicht wirksam genug waren und der Bundestag ihm zugestimmt hat.

Er zwingt die Wehrpflichtigen, damit zu rechnen, dass eine Bedarfswehrpflicht beschlossen werden könnte, wenn es mit der Freiwilligkeit nicht klappt und dann eventuell per Losverfahren entschieden wird, ob sie im Militärapparat benötigt werden oder nicht.

Nicht neu, aber auch ein Zwang:

Um das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung nach Artikel 4 Absatz 3
des Grundgesetzes wahrnehmen zu können „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“, muss man einen Antrag mit einer ausführlichen schriftlichen Begründung stellen, in dem man seine Gewissensentscheidung nachvollziehbar und glaubhaft darstellen muss, zusätzlich muss man noch eine Bescheinigung auf Tauglichkeit vorlegen, beziehungsweise dafür einen Antrag auf Musterung beim Karrierecenter der Bundeswehr stellen, bevor der Antrag auf Kriegsdienst-verweigerung überhaupt bearbeitet wird.

Wir von der DFG-VK, der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, wenden uns entschieden gegen jede Art von Kriegsvorbereitung und Kriegsmobilisierung.

Wir unterstützen Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen weltweit und stellen uns gegen jede Art von Zwangsdienst. Wir treten deshalb auch dafür ein, dass junge Männer aus der Ukraine und Russland, die den Kriegsdienst verweigern, in Deutschland politisches Asyl erhalten.
Denn Menschenrechte müssen für alle gelten!

Niemand sollte lernen, seine Mitmenschen umzubringen. Wir sind der Ansicht, dass die Politik den Jugendlichen eine friedenspolitische Alternative bieten muss, die ihren Vorstellungen entspricht. Und dazu gehört bestimmt nicht, dass sie gezwungen werden, töten zu lernen und vielleicht in den Krieg zu ziehen. Wir rufen deshalb dazu auf alle Kriegsdienste zu verweigern, auch um damit ein deutliches Signal an die Bundesregierung senden. Darum beraten wir nicht nur junge Menschen die jetzt den Kriegsdienst verweigern wollen, sondern schon immer Reservist*innen und Soldat*innen, die den Kriegsdienst verweigern wollen.

Wir beraten und unterstützen euch bei der Stellung eures Antrags auf Kriegsdienstverweigerung. Die nötigen Basisinformationen findet ihr auf unserer Aktionsseite verweigern.info https://kdv.dfg-vk.de/ und natürlich auch hier an unserem Infostand.

Als Pazifistinnen und Pazifisten sind aber natürlich nicht nur gegen Kriegsdienstzwang, sondern stehen vor allem auch für eine positive Vision ein: Für Frieden schaffen ohne Waffen! Für Gewaltfreiheit.

Die Landesverfassung Baden-Württemberg nennt Friedensliebe als ein Erziehungsziel in unseren Schulen und Hochschulen.vVon Kriegsfähigkeit oder etwas ähnlichem ist da keine Rede. Friedenspädagogik sollte in allen Schularten zum verbindlichen Lehr- und Lerninhalt gehören.

Fordert also von euren Lehrerinnen und Lehrern, dass Friedenspädagogik im Unterricht Thema ist! Unterrichtsmaterial gibt es in Baden-Württemberg dazu von der Servicestelle Friedenspädagogik mit vielen Angeboten für Lehrkräfte und Schüler*innen. https://www.friedensbildung-bw.de/

Verfassung Baden-Württemberg / Art. 12: (1) Die Jugend ist in der Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe, zur Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe, in der Liebe zu Volk und Heimat, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer Bewährung und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen.

„Frieden schaffen ohne Waffen“ ist auch das Motto des Ulli-Thiel-Friedenspreis für alle Schularten in Baden-Württemberg den wir, die DFG-VK mit vielen Partnern jedes Schuljahr ausschreiben. Ulli Thiel prägte in den 1970er Jahren mit „Frieden schaffen ohne Waffen“ das bis heute bekannteste Motto und Konzept der Friedensbewegung, er war Sonderschulpädagoge in Karlsruhe. Beteiligt euch doch in diesem Schuljahr an diesem Friedenspreis mit eurer Schule, ein Preis der übrigens auch ganz gut dotiert ist. Infos auf der Homepage Ulli-Thiel-Friedenspreis und gerne nachher an unserem Infostand!
https://www.ulli-thiel-friedenspreis.de/

Zum Abschluss meiner Rede ein Zitat von Arun Gandhi, dem Enkel von Mahatma Gandhi; sein Essay Ahimsa -Gewaltlosigkeit- endet folgendermaßen:

„ Wenn man mich fragt, ob Gewaltlosigkeit heute noch aktuell sei, dann zucke ich zusammen. Die vier Säulen der Gewaltlosigkeit sind Liebe, Verständnis, Akzeptanz und Mitgefühl. Alle vier gelten in einer zivilisierten Gesellschaft als etwas Positives. Wenn wir also die Aktualität der Gewaltlosigkeit in Frage stellen, fragen wir in Wirklichkeit, ob Liebe, Verständnis, Akzeptanz und Mitgefühl heute noch relevant seien. Eine Gesellschaft ohne diese Eigenschaften ist keine zivilisierte und auch keine, in der ich gerne leben möchte.“

Lasst uns in diesem Sinn unseren Widerstand gegen den Kriegsdienst und die Militarisierung unserer Gesellschaft gemeinsam angehen! Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Stefan Lau, Sprecher DFG-VK Karlsruhe

Kategorie: Allgemein

26. November 2025

Solidartät zeigen: Tag der Menschenrechte 9. Dezember 2025 im Tollhaus Karlsruhe

9. Dezember 2025 18:00 Uhr Tollhaus Karlsruhe:
FEST DER MENSCHENRECHTE „Solidarität zeigen – Tag der Menschenrechte“

Eintritt frei – Spenden erbeten

Musik, Begegnungen, Information, politischer Austausch und internationales Buffet.

Eine Vielzahl in Karlsruhe engagierter Menschenrechtsgruppen informieren über ihre Arbeit und ihre Themen. Wir sind auch wieder dabei und informieren über das Recht auf Kriegsdienstverweigerung.

Veranstalter ist ein breites Bündnis Karlsruher Menschenrechts-Organisationen, sowie das Kulturzentrum TOLLHAUS.

Die For Future Band Freiburg ist eine Gruppe junger Musiker*innen, die eine bestimmte Leidenschaft teilen: das Erschaffen von Musik, die groovt und die gleichzeitig Menschen für die Themen und Ziele der For Future Bewegungen begeistert. Das Thema Klimawandel kennt keine Ländergrenzen und betrifft alle Kulturen weltweit, was die Band durch ihre Interpretationen diverser Stile zum Ausdruck bringen will.

weitere Infos: https://tickets.tollhaus.de/produkte/87454-tickets-fest-der-menschenrechte-kulturzentrum-tollhaus-karlsruhe-am-09-12-2025

Kategorie: Allgemein

3. November 2025

4. Dezember 2025: zwei Vorträge und Diskussion mit dem Journalisten Andreas Zumach

10:00 Uhr: „Weltmacht China – Bedrohung oder Chance?“
Gemeindehaus Durlach (Am Zwinger 5) Bildungs- und Begegnungsprogramm „junge alte“

In den letzten zwei Jahrhunderten seit Beginn der Industriellen Revolution bestimmten die transatlantischen Staaten Nordamerikas und Europas weitgehend die Geschicke dieser Welt. Davor spielte China über 1500 Jahre diese Rolle. Mit dem rasanten Aufstieg des „Reichs der Mitte“ zur global führenden Wirtschaftsnation findet – erstmals in der Geschichte – die Rückkehr einer Weltmacht statt.
Auch hybrid, alle weiteren Infos hier:
https://www.eeb-karlsruhe.de/junge-alte-3/vortraege-2/detail/termin/id/868443-weltmacht-china-bedrohung-oder-chance/?vt=1&cb-id=66955

19: Uhr: „80 Jahre UNO – Nur eine Zwischenkriegszeit?“
DGB-Haus Karlsruhe (Ettlinger Str. 3a, 76137 Karlsruhe) DFG-VK Karlsruhe

Zweiter Weltkrieg, Holocaust und Faschismus – nach dem tiefen Zivilisationsbruch der Jahre 1933-1945 wurde in der am 24. Oktober 1945 in Kraft getretenen UNO-Gründungscharta das zwischenstaatliche Gewaltverbot als verbindliches Völkerrecht festgelegt. Und mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 wurden erstmals in der Geschichte individuelle Menschenrechte definiert und mit universeller Gültigkeit für alle inzwischen 193 Staaten vereinbart.

80 Jahre später sind diese zivilisatorischen Fortschritte bedroht wie nie zuvor!

Die Normen des Völkerrechts werden immer häufiger verletzt und zunehmend unverhohlener in Frage gestellt – zuletzt auch von der bundesdeutschen Regierung. Die UNO ist in Folge von offener Obstruktion und mangels politischen und finanziellen Engagements ihrer Mitgliedstaaten immer weniger in der Lage, ihre in der Charta von 1945 beschlossenen Kernaufgaben
– Frieden, Menschenrechte, Gesundheit und Entwicklung für alle Bewohner:innen dieser Erde –
wahrzunehmen. Die seit den 1970er Jahren entstandene und für die internationale Sicherheit so wichtige Architektur bilateraler und multilateraler Rüstungskontroll- und Abrüstungsabkommen ist weitgehend zerstört. Zugleich erreichen die weltweiten Militärausgaben seit 2020 immer neue Rekordhöhen.

Waren die letzten acht Jahrzehnte nur eine Schönwetterperiode, nur eine Zwischenkriegs-zeit wie die Jahre zwischen 1919 und 1939? Oder können die in den Jahren 1945 ff. vereinbarten völkerrechtlichen und menschenrechtlichen Normen noch gerettet werden?


mit freundlicher Unterstützung des DGB Karlsruhe, vielen Dank!

Kategorie: Allgemein

3. November 2025

Posconflicto: Filmreihe in der Kinemathek Karlsruhe über die Zeit des „Postkonflikts“ in Kolumbien 13. bis 22. November 2025

Kuratierte Filmreihe mit Filmgesprächen, die sich sich mit der Zeit nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen der kolumbianischen Regierung, der sozialrevolutionären Guerillabewegung FARC, rechten Paramilitärs und Drogenkartellen befasst : ein Projekt, was in seiner Komplexität einmalig ist.

Ausführliche Informationen, alle Termine und Tickets hier:
https://kinemathek-karlsruhe.de/frieden-in-kolumbien/

Donnerstag 13. November 2025 19:00 Uhr: „De Esmeraldas, Coca y Cacao“
Eine Geschichte über kolumbianische Bauern, die beschlossen haben, den Anbau von Koka und Mohn durch den Anbau von Kakao zu ersetzen, der als Produkt des Friedens gilt und ein neues produktives, legales und hoffnungsvolles Leben zu beginnen.

Samstag 15. November 2025 19:00 Uhr: „Canaria: Las Palabras del Encuentro“
Die Nachkriegszeit in Kolumbien hat es indigenen Gemeinschaften im kolumbianischen Amazonasgebiet ermöglicht, einen bewussten, nachhaltigen und respektvollen Tourismus zu entwickeln.

Donnerstag 20. November19:00 Uhr: „El tercer acuerdo“
„El Tercer Acuerdo“ ist ein Premium-Kaffee, der aus einer marginalisierten und gewalttätigen Region stammt, die sich jedoch entschlossen hat, einen hartnäckigen Krieg zu überwinden und Vorurteile zu bekämpfen, damit ehemalige Feinde sich zusammenschließen, um ihre neuen Chancen zu nutzen.

Samstag. 22. November 16:30 Uhr: „Cuando Las Aguas Se Juntan“
Cuando Las Aguas Se Juntan – Wenn die Gewässer eins werden – ist die Geschichte einer Gruppe von Frauen, die unter dem Krieg leiden und sich gleichzeitig mit mutigen Aktionen für den Frieden einsetzen, indem sie das Schweigen und die Angst, die im Krieg tief verwurzelt sind, durchbrechen. Ihr Beispiel ist eine Inspiration, ein Aufruf zum Handeln, insbesondere wenn die Lage hoffnungslos erscheint, wie es manchmal im seit über einem halben Jahrhundert andauernden Krieg in Kolumbien der Fall ist.

Kategorie: Allgemein

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